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Deutschland verfolgt das Ziel, seine Rohstoffversorgung resilienter zu gestalten und bestehende Importabhängigkeiten zu reduzieren. Gleichzeitig wird derzeit über gesetzliche Regelungen diskutiert, die weitreichende Auswirkungen auf die Gewinnung heimischer Rohstoffe haben könnten.
Im Mittelpunkt steht das Natur-Infrastruktur-Gesetz und die geplante Einführung eines „überragenden öffentlichen Interesses“ für bestimmte Naturschutzbelange. Für die Rohstoffgewinnung stellt dies eine besondere Herausforderung dar.
Einerseits soll die heimische Versorgung mit strategisch wichtigen Rohstoffen gestärkt werden, andererseits dürfen regulatorische Rahmenbedingungen nicht dazu führen, dass notwendige Investitionen und Erweiterungsvorhaben erschwert oder verhindert werden.
Lagerstätten kann man nicht verlagern
Am Beispiel Kali wird deutlich, welche Bedeutung die heimische Rohstoffgewinnung für Deutschland besitzt. Deutschland zählt zu den weltweit führenden Kaliproduzenten. Das für die Landwirtschaft unverzichtbare Mineral wird hierzulande unter hohen Umwelt- und Sicherheitsstandards gewonnen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit sowie zur Wertschöpfung in den Regionen. Anders als Produktionsstandorte oder Infrastruktur kann man Lagerstätten nicht verlagern.
Auch Fachinstitutionen weisen darauf hin, dass die geplanten Regelungen Auswirkungen auf die langfristige Sicherung heimischer Rohstoffe haben könnten. Aus Sicht der Branche steht die Frage im Raum, wie die Ziele des Natur- und Umweltschutzes mit dem politischen Anspruch einer stärkeren Rohstoffsouveränität in Einklang gebracht werden können. Eine sichere und nachhaltige Rohstoffversorgung beginnt vor der eigenen Haustür. Deshalb braucht Deutschland verlässliche Rahmenbedingungen, die sowohl den Schutz der Natur als auch die verantwortungsvolle Nutzung heimischer Rohstoffvorkommen ermöglichen.



