Studie: Beste Ökoeffizienz hat Auftausalz

Alternative Streu- und Enteisungsmittel können nicht punkten.

Die Studie „Umweltauswirkungen des Winterdienstes mit Auftausalz“ (Enviromental Impact of Winter Maintenance with Salt) wurde vom europäischen Branchenverband EuSalt European Salt Producers’ Association mit dem Ziel initiiert, die Vorteile von Auftausalz gegenüber so genannten alternativen Streustoffen zu prüfen. Die Studie basiert auf einer umfassende Informationsrecherche über Streu- und Enteisungsmittel. Ausgewertet wurden öffentliche Informationen sowie auch aktuelle Winterdienst-Praktiken. Das Hauptziel dieser Studie war, die Umweltauswirkungen von Salz und verschiedenen Alternativen im Winterdienst zu ermitteln.

Die Studie steht zum Download bereit: https://eusalt.com/resources/

Der Winterdienst ist eine systemrelevante Tätigkeit, da durch ihn Mobilität und Verkehrssicherheit im Winter gewährleistet werden. Mit einem effizienten Winterdienst ist es möglich, im Winter die gleiche Mobilität wie im übrigen Jahre sicher zu stellen. Der Einsatz von Natriumchlorid (NaCl = Salz) ist wesentlicher Teil der aktuellen Winterdienst-Praktiken.

Natriumchlorid verfügt über die beste Ökoeffizienz (niedrigste Kosten, anwendbar bei normalem Winter-Wetter, akzeptable Umweltverträglichkeit) und die höchste Verfügbarkeit und ist somit das Enteisungsmittel Nummer 1 für Straßen.

Alle auf den Straßen ausgebrachten Enteisungs-Produkte haben Auswirkungen auf verschiedene Umweltkompartimente wie Wasser, Biodiversität, Vegetation und Boden. Die Auswirkungen von Salz gehören zu den am besten untersuchten, da Salz am häufigsten verwendet wird. Die Umweltbelastung der anderen Enteisungsmittel, muss aufgrund ihrer großen Vielfalt immer noch untersucht werden.

Mit Blick auf die Umweltbelastung muss wesentlich der Produkt-Lebenszyklus berücksichtigt werden.

Der fossile Energieverbrauch zur Herstellung von NaCl ist geringer als bei anderen Enteisungsmitteln, da es natürlich ist und kein industrielles Verfahren zur Herstellung benötigt (mit Ausnahme von abstumpfenden Streustoffen, die natürlichen Ursprungs aus Steinbrüchen sind). Der Energieverbrauch für die Ausbringung ist an die Dosierung gekoppelt, daher überwiegend von Bedeutung bei abstumpfenden Streustoffen und organischen Flüssig-Enteisungsmitteln. Der Ausstoss von Treibhausgasen kann durch eine heimische Produktion von Salz und die richtige Wahl der Transportmittel minimiert werden.

Es gibt viele Produkte am Markt als Alternativen zu Salz. Allerdings gibt es keine alternativen Enteisungsmittel, die alle Anforderungen (Verwendbarkeit, Umweltverträglichkeit) der europäischen technischen Spezifikation CEN/TS 16811-3 erfüllen. Einigen Vorteilen (wie z. B. weniger korrosiv, biologisch abbaubar) stehen oft andere Nachteile gegenüber (wie z. B. höhere Dosierung, geringerer Haftungsgrad). In der Regel sind die Alternativen viel teurer als Salz und werden daher nur für bestimmte Zwecke verwendet.